Sonntag, 19. Januar 2014

Wie Wahr...

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, daß alle Menschen gleich erschaffen worden, daß sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freyheit und das Bestreben nach Glückseligkeit. Daß zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; daß sobald einige Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volks ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu seyn dünket. Zwar gebietet Klugheit, daß von langer Zeit her eingeführte Regierungen nicht um leichter und vergänglicher Ursachen willen verändert werden sollen; und demnach hat die Erfahrung von jeher gezeigt, daß Menschen, so lang das Uebel noch zu ertragen ist, lieber leiden und dulden wollen, als sich durch Umstossung solcher Regierungsformen, zu denen sie gewöhnt sind, selbst Recht und Hülfe verschaffen. Wenn aber eine lange Reihe von Mißhandlungen und gewaltsamen Eingriffen, auf einen und eben den Gegenstand unabläßig gerichtet, einen Anschlag an den Tag legt sie unter unumschränkte Herrschaft zu bringen, so ist es ihr Recht, ja ihre Pflicht, solche Regierung abzuwerfen, und sich für ihre künftige Sicherheit neue Gewähren zu verschaffen.“

Peter Rosegger - Die Ankunft des Heiligen Geistes

Das war nun wieder einmal was. Die Firmung! Bis der Mensch ins zehnte oder zwölfte Jahr kommt, braucht er schon eine Stärkung im Glauben. Die Kindheit schwindet, die Flegeljahre nahen; wann im Leben ist er gerechtfertigter, der Ruf: Komm', heiliger Geist!
Noch in den letzten Tagen hatte mir der Katechismus harte Mühe gemacht. Das Hauptstück von der Firmung mit allerlei schriftlichen Beisätzen vom Katecheten wollte wörtlich auswendig gelernt sein und kann ich mich erinnern, wie dieser Sache wegen der Nachbar Jochembub mit dem geistlichen Herrn Kaplan Verhandlungen pflegte. Ob er das Hauptstück nicht nach der Firmung lernen dürfe? Es wäre auf solche Weise das Lernen erleichtert, denn da hätte man schon den heiligen Geist. – Auch mir leuchtete dieser Vorteil alsogleich ein, doch der Kaplan war der Meinung, so viel Geist müsse der Mensch aus eigenem aufzubringen wissen, daß er der paar »Bsätzeln« Herr würde; den göttlichen Geist hätte er schon noch zu anderem zu brauchen.
Dann aber der Firmpate! Den Schwarzen wollt' ich haben, den schwarzen Hans, den Kohlenbrenner. Ich hatte meine besondere Ursache, mit ihm in Verwandtschaft zu treten, denn erstens gefiel mir der Name Hans zum Firmnamen, zweitens besaß dieser Hans einen Schatz, der mich unwiderstehlich an ihn zog, nämlich ein altes Büchlein mit der Geschichte von der Pfalzgräfin Genofeva.[300]
Aber der Hans sagte, eines einzigen Tages wegen zahle es sich nicht aus, daß er sich wasche. Er rate mir zu meinem eigenen Besten den Schmiedhofer an.
Der Schmiedhofer war ein wohlangesehener, vermögender Mann und meine Mutter wollte ihn daher nicht; bei dem, sagte sie, käme es gerade heraus, als ob man ihn der Firmgeschenke wegen ausgesucht hätte.
Mein Vater jedoch hatte gehört, daß der Schmiedhofer auch diesmal bereits sechs Firmlinge angenommen hätte und daß er den siebenten nicht zurücktauchen würde.
»Damit er seine sieben Schmerzen beisammen hat,« gab die Mutter drauf. Und an demselben Tage, als es Abend geworden war, und der Schmiedhofer auf seinem Acker den Pflug ausgespannt hatte, ging meine Mutter mit mir hinab in sein Haus. Der Bauer – er war ein großgewachsener Mann, aber mit dem Oberkörper schon stark nach vorne gebeugt, war ältlich und hatte graue Bartstoppeln im ganzen Gesicht – stand just am Strohschneidstock und schnitt für die Zugochsen das Abendfutter.
»Wär' schier Zeit zum Feierabendmachen,« grüßte meine Mutter.
»Eh wahr!« dankte der Bauer und schnitt mit der Sense, die im Hebel lief, drauf los, daß es knarrte. Wir standen da und meinten, er würde aussetzen und uns fragen nach dem Begehr. Endlich als alles Stroh durch den Barren gelaufen und kleingehackt war, ließ er die Arbeit ruhen und murmelte nach gebräuchlicher Weise: »Gott Lob und Dank!«
Die Bauern sind nämlich wunderliche Leute, sie danken dem Herrgott auch für des Tages Arbeit und Mühe.[301]
Was die Waldbäuerin mit ihrem Bübel suche – noch so spät? war jetzt seine Frage.
»Magst dir's leicht denken, Schmiedhofer,« antwortete die Mutter, »denkst dir's nicht, so red' ich mich hart. Kehr' um die Hand ist der Bischof in Birkfeld.«
»Aha,« sagte der Bauer, indem er neben uns aus der Scheuer trat und mit Stein und Schwamm ein Tabaksfeuer machte. Das Ding war wider Erwarten rasch in Ordnung, Luft hatte es auch; steckte er daher seine Hände jetzt in die Taschen und hielt die Pfeife mit den Zähnen; so würde er nicht sprechen können, sollte man meinen, aber er sprach deutlich und vernünftig folgendermaßen: »Ich führ' ihn schon und g'freut's mich, wenn ihm mein Namen recht ist. Der Simon – wie ich heiß – paßt ehselb zum Petrus, sind vorzeit auch beisammen gewesen. Nur muß ich halt wohl das sagen, Waldbäuerin: Verpflichten kann ich mich für nichts, bei den anderen nicht und bei dem nicht. Im ganzen werde ich Stuck ein vierunddreißig haben. Da magst dir's eh denken. Weil's halt gern heißt, wenn's so einem Menschen schlecht geht und daß er was braucht: Geh' zu deinem Firmgöden, dein Firmgöd soll dir helfen. Daß man tut, was man kann, versteht sich. Ist's dir so recht, Petrus?«
»Tu' ihn halt schön bitten, die Händ' zusammenhaben und bitten,« ermahnte mich meine Mutter.
»Ist schon recht, ist schon gut,« wehrte der Bauer ab. »Samstag, als am Vorabend um Stund' zwei mußt in meinem Haus sein. Kommen die anderen auch. Ein G'wandl hast?«
»Wohl, wohl.« Und so war alles in Ordnung.[302]
Der Samstag kam und um zwei Uhr saßen wir in der Stube des Schmiedhofers der Reihe nach auf den Wandbänken herum, alle sein herausgestiefelt, gewaschen und gekämmt und mit weißen Hemdkrägen, bunten Halstüchlein, oder derlei vom Besten, was eben jeder auftrieb. Wir flüsterten zueinander oder saßen auch ganz still da und schämten uns ein wenig, daß wir auf der Welt waren. Jetzt trat der Schmiedhofer zur Tür herein, glatt rasiert und in seinem braunen Tuchgewand, was noch sein Bräutigamsgewand war und nur bei festlichen Gelegenheiten angetan wurde. Da in seinem Hause die Kindstaufen vorüber waren, so konnte der seine Anzug nun schon auch für die Firmungen herhalten. Der liebe Mann blickte uns der Reihe nach an und mehrmals scharf mit dem Kopf neigend sagte er: »Der heurige Trieb ist, gottlob, wieder rechtschaffen stark.«
Es sah nicht aus, als ob er die sieben Firmlinge für sieben Schmerzen hielte.
»Seid's tüchtige Kampeln übereinand,« sagte er, und als hierauf die Schmiedhoferin mit der großen Sterzschüssel kam und mit den Milchtöpfen: »Nu wollen wir einmal sehen, ob auch jeder brav essen kann. Dem heiligen Geist muß man mit Sterz ein Nest bauen. Setzt's euch zusamm'!«
Über unser Nestbauen war keine Klage zu führen. Dann verließen wir das Haus und der Schmiedhofer hatte seinen Stock mit, weil er etwas ungleich auf den Füßen war. Wir gingen durch den Anger hinab, wo die Schafe grasten, schwarze und weiße und graue, und da fragte der Bauer jeden von uns, welche Farbe ihm am besten gefiele? Die meisten waren für das Weiße;[303] ich halte es bei den Lämmern allemal mit den schwarzen; einer, der Rüsselbub, gab seine Meinung dahin ab: er sei in der Sache wie unser Herrgott, schaue nicht aufs Äußere, sondern aufs Innere, ob es auch seist sei. Der Bauer hat sich aber weiter nicht in die Sache eingelassen, sondern uns auf den weiten Weg aufmerksam gemacht, den wir vorhatten.
Derselbe ging anfangs zum Bach hinab, wo sehr hohe Sauerampferblätter und Germen standen, so daß der Firmpate warnte, wir sieben sollten acht haben und keine Forelle tot treten. Hernach ging der Weg durch den Fischbacherwald hinauf, der zuerst leidlich licht war, weil der Schmiedhofer ihn erst vor einigen Tagen geschoren hatte. Der Weg ging sachte die Bergeshöhe hinan und dann sahen wir über die Welt hinaus. Unsere Gegend Alpel war tief eingesunken. Und auf der anderen Seite weitum standen fabelhafte Berge, wovon der allerentfernteste, wie wir glaubten, schon in der Türkei stehen mußte. Seither habe ich jenen »Berg in der Türkei« mehrmals bestiegen – der freundliche Kulm bei Weiz war's.
Nun ging auf der anderen Seite unser Weg abwärts, durch Baumgruppen, Matten und Schläge, und steil bisweilen in den vertrockneten Rinnsalen der Wildbäche. In der neuen Gegend, auf die wir hinabsahen, war es auch wieder stark buckelig, wohl alles grün und mitten drinnen zwischen Halden und Holzzäunen lag ein weißes Dorf mit einem schimmernden Kirchturm. »Das ist Birkfeld?« fragten wir. »Das ist Fischbach, meine lieben Buben,« belehrte der Firmpate, »aber wir werden uns schon trösten.«
Als ob er sich daran erinnert hätte, was die Fisch[304] bacher Bauern für ein Kirchenlied singen: »Mein einziger Trost ist der Wein und der Most.« – Beim Staudenwirt alldort hat uns der Pate soviel Trost gespendet, daß wir des eigentlichen Trösters, den wir doch zu suchen ausgegangen waren, allmiteinander schier vergaßen. Als wir hernach auf der schönen Straße dahintrippelten, die den großen Fischbacherwald durchzieht, waren wir so munter und übermütig, daß wir mit Geschrei und Gelächter uns gegenseitig hin und her zerrten und auch den Schmiedhofer, der bestrebt war, in seiner jungen Schar den Anstand aufrecht zu halten, ins tolle Treiben verstrickten. Der Lustigste war er und zettelte Schabernack an, bis wir zu jenem stillen Waldanger kamen, wo das hohe Christuskreuz steht. »Donnerwettersbuben, da henkt er und wir sind rauschig!« Mit diesem Ausrufe stellte der Bauer die Ordnung her. Denn im Grunde waren wir Firmlinge mehr oder weniger alle in weihevoller Stimmung; bei einigen mochte sie durch den Fischbacher Apfelmost augenblicklich etwas geschädigt worden sein, bei mir ward sie durch ihn nur erhöht.
Recht still, ja fast armselig ging das Würzelein einher. Das war der bausbäckige, aber noch sehr kleine Sohn einer armen Häuslerin, er hieß Franz Wurzel und wir änderten den Namen entsprechend seiner zwergenhaften Gestalt. Das Würzelein trabte meist ganz allein hinten drein, schaute zu Boden, als unterhalte er sich an dem Watscheln seiner Beinchen und sagte fast nie ein Wort, außer dem »Bitt' gar schön!«, wenn es was essen oder trinken wollte und »Vergelt's Gott!«, wenn es damit fertig war. Anfangs wollten wir es zum besten halten und Späße mit ihm treiben, da es aber alles ganz ruhig[305] hinnahm, so kamen wir unter uns überein, das Würzelein wäre sehr dumm! Und ließen es gehen. Aber einer war unter uns, der Rüsselbub, der war viel gescheiter, trieb seine Gescheitheit jedoch sehr arg. Er war weitaus der Größte von uns und doch trug er Kleider, die ihm viel zu weit am Leibe schlotterten. Er war armer Leute Kind, und obwohl die Firmung nicht unerläßlich notwendig ist, so sagte er doch, daß sie allen anderen tausend Sakramenten weit vorzuziehen sei. Ich machte ihn nebenbei aufmerksam, daß eigentlich nur sieben Sakramente wären, er behauptete, sein Vater zähle deren immer tausend und blieb dabei. Daß der Rüsselbub ein ungewaschenes Maul hatte, war mir wohl bekannt, daß er aber fünf Schritte hinter dem Schmiedhofer seinen Genossen zu sagen wagte, er lasse sich die Stirne nicht umsonst mit Chrisam bestreichen (oder wie er das in seiner Mundart ausdrückte), das hat mich empört. Allerdings lieh ich den Knaben nicht ungern mein Ohr, als sie flüsternd nun zu mutmaßen anfingen, was der »Göd« (Pate) wohl für jeden springen lassen werde.
»Wir kriegen was Lebendiges, paßt auf!« sagte der Heidenmaxel.
»Wenn das ist, so soll er mir seine Tochter geben,« sagte der Rüsselbub.
Wir anderen meinten, das wäre zuviel verlangt, denn die Mirzel war eine allzu herzige Dirn.
»Oder soll mir sie leihen!« so der Rüssel. Das war mehr als zuviel verlangt. Hätte der Göd nur darauf geachtet, daß die kleine Gruppe weiter zurückblieb und der Lärm in ein Flüstern übergegangen war, er hätte es ahnen müssen, welche Richtung das Gesprächgenommen[306] hatte. Der Rüsselbub mit seinem schleifenden Gang und mit seiner männlich tiefen, fast gröhlenden Stimme, der sonst seiner Unmanierlichkeit wegen von uns gemieden wurde, war jetzt der Mittelpunkt der Unterhaltung, in der er aber auch ganz unglaublich gewandt seinen Mann stellte. Mit Entrüstung hörte ich zu, aber auch mit Angst, daß es der Göd hören und ihn unterbrechen könnte. Ein Hauptkerl war's, der Rüsselbub! Da hatten wir noch weit hin.
»Was tut euch denn der Rüssel soviel erzählen?« fragte der Göd auf einmal und drehte sich gegen uns um.
»Die Firmung tu' ich ihnen auslegen,« log der Rüsselbub, »weil ja keiner was weiß von der Sach'!«
Ob es der Schmiedhofer geglaubt hat oder nicht, das weiß ich nicht, doch sagte er, er wolle auch was davon hören und mischte sich unter uns. Jetzt war der Unterricht aber gerade aus geworden.
Der Wald hatte endlich aufgehört, die Straße führte über Bauerngründe hinab in eine weite kesselartige Gegend, an deren fernen Bergen weiße Punkte von Dörfern und Kirchtürmen schimmerten. Und draußen in der Niederung auf einem grünen Bühel lag das stattliche Birkfeld. Die Abendsonne schien darauf hin, und da glänzten die Fenster und es funkelte der goldene Turmknauf. Gerade, als wir die Straße gegen den Markt hinangingen, huben alle Glocken zu läuten an, so daß der Göd schmunzelnd sagte: »Ob das nicht etwan uns zu Ehren geschieht, Buben?«
»Freilich,« lachten etliche, »sie läuten, weil der Rüsselbub kommt!«
Während wir an der einen Seite des Berges hinangingen,[307] zog an der anderen Seite der Bischof heraus. Und oben auf dem Marktplatz, wo an dem Kirchentor die Statuen der Apostel Petrus und Paulus stehen, trafen wir zusammen. Die Schar der Geistlichen und der Bischof unter dem roten Thronhimmel zogen feierlich in die Kirche und wir tappten hinten nach. In der kühlen großen Kirche strahlten alle Kerzen im Abenddämmern. Von dem Schiff, wo goldene Sterne funkelten, hingen in weiten Bogen Tannenkränze nieder, und die festlichen Fahnen und das helle Klingen der Orgel und der vor dem mit Glanz und Rosen geschmückten Hochaltar aufwogende Weihrauch – alles das erweckte in mir eine unbeschreibliche Feierstimmung. Leider saß im Kirchenstuhl hart neben mir der Rüsselbub. Als der Reigen der Kranzjungfrauen, die morgen auch gefirmt werden sollten, an uns vorbeizog, stieß mich der Rüssel mit dem Ellbogen und zischelte: »Bei der dort, die ihre Augen so niederschlägt und den Wachsstock so fest auf die Brust drückt, bei der möchte ich Bischof sein.«
Er solle beten und nicht schwatzen, war mein Verweis. Aber er hat mit seinem ungebührlichen Ohrenblasen nicht nachgelassen, bis meine ganze Andacht zerstört war und bis er uns alle übrigen Sechse so sehr aus Rand und Band gebracht, daß uns das verhaltene Lachen inwendig wie ein Bock stieß, bis es aus einem und dem andern meckernd hervorbrach. Weil ich mir wohl die meiste Mühe gab, das Auflachen zu verwinden, so wurde bei mir die Spannung auch am größten; während mir schon der Angstschweiß auf der Stirne stand und ich alle Heiligen anrief, daß sie mir beistehen möchten gegen die schrecklichen Späße des Rüsselbuben, platzte ich plötzlich aus.[308]
Der Göd stürzte zu meinem Sitz, riß mich am Arme weg und zerrte mich rasch aus der Kirche hinaus. Er machte mir nur sanfte Vorwürfe, aber unter dem blühenden Holunderstrauch der Kirchhofsmauer, bei einem Häuflein von Knochen und Totenschädeln, ward ich weinend.
»Dieser Rüssel wird's noch kriegen von mir,« sagte der Schmiedhofer und es zitterte in seiner Hand der Stock, »aber was hat er denn gesagt?«
»Weil eine Jungfrau so das Licht vor ihr Gesicht hat gehalten,« erzählte ich, »so hat er gesagt: Du schau, Betschwester, daß deine lange Nasen nit brennend wird!« Dabei stieß es mich wieder so gewaltig, halb im Lachen, halb im Schluchzen, wie ja meine Mutter immer gesagt hat, ich hätte Weinen und Lachen in einem Sack beisammen.
»Steh' auf, Peterl, und laß Zeit,« tröstete der Göd, »ich will vor der Firmung keinen Unfried anheben, aber morgen auf dem Heimweg, da werde ich dem Rüsselbuben meine Meinung zu wissen tun. Und du sei gescheit jetzt und denk', 's Lachen ist Sünd' und 's Röhren (Weinen) eine Schand'.«
So ist dieselbige Vesper, die so feierlich begonnen, zwischen Sünd' und Schand' zu Ende gegangen. Aber das Gericht war nahe.
Nach dem Gottesdienst scharten wir sieben uns um den Göden und er zog mit uns Markt auf, Markt ab und suchte eine Nachtherberge. Alle Wirtshäuser waren schon vollgepfropft von Fuhr- und Krämersleuten, Wallfahrern, Firmlingen und Paten. Es war in der Gegend lange keine Firmung mehr gewesen, daher sammelte und staute es sich nun, und wir trippelten noch am späten Abend[309]umher und suchten eine Ruhestatt für die müden Glieder. Abendbrot hatte uns jeder Wirt angetragen. »Schafbradel«, »Speckfleck«, »Eingemachtes«, »Schöberl« oder was zu trinken!
Unser Pate aber erklärte überall: »Habt's uns keine Liegerstatt, so laß ich euch gar kein Geld da.«
Wir zogen aus dem Markt hinaus. Am Himmel flimmerten die Sterne, auf den tauenden Feldern fangen die Grillen und auf der Straße gröhlte der Rüsselbub herum. Wir verloren ihn zeitweilig, und auf einmal war er doch wieder da. Er kaute an etwas.
»Bei der Firmung Krautblotschen fressen,« knurrte er, »das ist mir auch noch nicht passiert.«
Endlich hatten wir eine alte Scheune gefunden, in deren unterem Gelaß Schweine grunzten, deren Überboden aber Heu und Stroh barg. Der Göd erteilte folgenden Unterricht: »Meine lieben Buben! Einwendig braucht der Mensch nichts, wenn er liegt, aber auswendig braucht er was, sonst kann er nicht liegen. Er braucht unter sich was, daß er nicht durchfallt, und er braucht über sich was, daß nichts auf ihn drauffallt. Und du gibt's nicht leicht was Besseres als so einen Stadl. Schlupft's hinauf, Buben.«
Es war für den, der's genau nahm, noch eine Jauche zu umgehen, ein Gestrüpp zu zerteilen, das Loch war fast schwer zu finden. Wie Katzen krochen wir einer über den anderen hinauf; das Würzelein blieb der letzte und hatte tüchtig zu schnaufen, bis es sich auf den Heuboden wand, wo wir uns alle miteinander heimisch machten. Der Göd ermahnte uns noch, den heiligen Geist anzurufen; erinnerte an die Bedeutung des morgigen[310] Tages, als an dem wir vor dem Hochgottesdienste das heilige Sakrament empfangen würden. Derlei Rede beförderte den Schlummer. Anders aber das, was der Heidenmaxl sagte: »Wenn heut' nacht in diesem Stadl Feuer auskommt, sind wir hin.«
»Das ist wohl gut, daß dieselbige mit der brennenden Nasen nicht bei uns ist,« flüsterte ein Nachbar. »Wenn Feuer ist, ich spring' beim Dachtürl hinaus,« tat ein anderer kund. Das wäre noch das beste, meinten wir. Mittlerweile trieb der Rüssel heimlich allerlei Allotria.
»Wem gehört die Hand da?« rief der Knittlernatz, »es ist eine fremde da, wem gehört sie?«
Keiner meldete sich. Der Natz hielt sie fest. »Will's bald sehen, wem sie gehört,« sagte er und biß hinein. Da tat der Rüsselbub einen Schrei.
»Du Großer!« sagte nun der Firmgöd, sonst sagte er nichts, aber es war mit einer unheimlichen Betonung gesprochen.
Die Turmuhr schlug schon späte Stunde. Der Nachtwächter rief seinen Spruch aus. Ich war davor erschrocken, denn ich hatte früher den nächtlichen Ruf noch niemals gehört. Ich dachte an das Unheil, das den Menschen immerfort umlauert; ich dachte auch an die Toten in ihren Gräbern, die nicht aufwachen, wenn der Wächter schreit; die nicht aufwachen, wenn die Feuersbrunst wütet; die nur aufwachen werden, wenn die Posaune ruft.
Wenn die Toten nicht erwachen wollen, so sollen auch die Lebendigen einschlafen in Gottesnamen.
Mitten in der Ruh' erscholl draußen ein Horn.
Durch die Dachfugen herein drang ein Schein.[311]
Wir fuhren empor, wir schrien durcheinander; einige jammerten, der Göd ermahnte zur Besonnenheit; einer setzte über unsere Glieder hin, tastete sich zum Dachtürl, riß es auf und sprang hinaus. Wir hörten ein Geplätscher, wie wenn einer in den Tümpel fällt, wir hörten ein Sprudeln und Abschütteln, wie wenn das langwollige Schaf dem Waschbottich entspringt.
»Was ist denn alles das gewesen?« rief der Göd, »man hört nichts mehr. Das Posthorn hat vorbeigeblasen, der Mond ist ausgegangen. Aber welcher von diesen Sackermentsbuben ist denn hinausgesprungen?«
Alle waren da – bis auf den Rüssel. Jetzt, da er auf unser Rufen nicht zum Vorschein kam, kletterten mehrere von uns hinab und gingen ihn suchen.
Es war erbärmlich, er wälzte sich im Grase und sprudelte aus dem Mund und suchte sich zu reinigen. Er war gerade in die Jauche hineingesprungen. Endlich riß er die Kleider von sich herab und wollte sich im Strauchwerk abscheuern; das Strauchwerk bestand aus Nesseln und Dornhecken und so ging der Jammer an.
Das war keine Nacht zum Schlafen und als der Morgen kam, mußte der Rüsselbub bei den Bewohnern des unteren Gelasses Zuflucht suchen, um sich zu erwärmen. Und im Zustande seiner Kleider konnte an diesem Tage bei ihm von der Firmung keine Rede sein. Der Schmiedhofer wollte Mittel finden, indem er in den Häusern herumging, bittend, man möge ein Christenwerk tun und seinem verunglückten Firmling für den Vormittag ein Gewand borgen.
»Ja recht gern, warum denn nicht, versteht sich!« den Wachshofer hießen sie ihn, der's so freundlich zusagte.[312] Er brachte Kleider von seinem Söhnlein. Und als diese zu klein waren, rief er: »O Narr! Ist denn der Lümmel so groß? – Den sollt' ich schier kennen. Bist du nicht der Augustin Rüssel? Und du willst dich heut' zur Firmung führen lassen? Lump, schlechter!«
»Was habt's denn mit ihm?« legte sich der Göd drein.
»Und den wollt's Ihr heut' firmen lassen?« fragte der Wachshofer und tat seine vierschrötige Gestalt auseinander und schlug ein Gelächter auf. »Der Kerl ist ja schon gefirmt. Vor zwei Jahren oder drei, wie diese Leut' noch in der dasigen Pfarr' sind umhergestromert, hab' ich ihn selber geführt.«
Eilends hat sich der Rüsselbub davon gemacht und es war auch hohe Zeit dazu gewesen, denn die beiden Firmpaten hätten ihm ein Angebinde versetzt, das er gewiß nimmer vergessen haben würde.
Jetzt, da der Bock dahin war, schien auf die sechs Schäflein der Segen zurückzukehren. Wir wuschen uns am eiskalten Bächlein, das aus dem Waldgraben hervorkam. Der Göd hatte einen Kamm bei sich, mit dem glättete er nun der Reihe nach unser Haarwerk, tat mancherlei am Anzug in Ordnung und als wir leidlich beisammen waren, führte er uns ins Wirtshaus, und es wird damals bei mir das erstemal gewesen sein, daß ich Kaffee gegessen habe.
Als wir hernach durch das festliche Gewühl der Menge in die Kirche gingen, wurde manchem von uns bange. Es war viel die Rede gewesen von einem Backenstreich, den der Bischof dem Firmling versetze. »Aber totgeschlagen hätte er noch keinen.«[313]
Als wir uns hernach in der Kirche allen anderen Firmlingen anreihten und vom Hochaltare her das Strahlen des silbernen Kreuzes, des goldenen Bischofstabes sahen, wie das immer näher heranschwankte und endlich die weiße Bischofsmütze sichtbar wurde, während einer auf der Kanzel fortwährend das Vaterunser betete, bereiteten wir uns klopfenden Herzens vor. Wir steckten die Firmkarten, die uns daheim der Kaplan als Befähigungszeugnis ausgestellt hatte, zwischen die Finger der gefalteten Hände. Der Göd stand hinter uns und strich jedem der Seinen das Haar aus der Stirne. So warteten wir, bis sie herankamen.
Sie kamen heran, die Priester in Chorröcken, jeder mit dem Zeichen seiner Würde. Der erste trug das Kreuz, der zweite salbte mir die Stirne mit Chrisam, der dritte nahm die Firmkarte aus den Fingern und nannte den Firmnamen: »Simon«; dann war er selber da, der Bischof! Er legte die Hände auf das Haupt, berührte mit zwei Fingern die Wange und war vorüber. Nun folgte einer mit einem Zinnteller, worauf Brotstücke mit Salz lagen, damit rieb er mir das Chrisam wieder von der Stirne; ein weiterer fuhr noch mit einem Tüchlein drüber und der letzte gab mir den gedruckten Firmschein in die Hand, dann waren sie alle vorbei.
Das ganze dauerte nicht eine Minute und das war alles, das war die Firmung gewesen. Die anderen atmeten auf, ich aber erschrak. Wo war die Weihe, die innere Glückseligkeit, die ich erhofft hatte? Angsterfüllt betete ich dem Priester das Glaubensbekenntnis nach, es war aber wie immer, ich sagte die Formel wie immer, ohne dabei zu denken, daß man glauben oder nicht glauben[314] könne, und empfand nichts. Während alle anderen muntere Gesichter machten und sich des heiligen Geistes freuten, war ich tief unbefriedigt und fühlte Traurigkeit. Und ich war doch auch mit frommem Herzen gekommen und hatte Sehnsucht gehabt nach dem heiligen Geiste. Was hatte ich denn getan?
Aber so ist es mir ja immer ergangen in der Welt, wo ich am sehnlichsten gehofft, bin ich am tiefsten enttäuscht worden. Es mag meine Phantasie der Möglichkeit ja um ein Stück voraus sein, aber daß sie selbst den heiligen Geist überflügeln sollte – ?
Ich habe es später meinem Katecheten gestanden, daß mir nach der Firmung so bange geworden wäre, und der sagte, das eben sei die Gnade des heiligen Geistes, daß ich mich nach dem heiligen Geist sehne...
Beim Mittagsmahl ließ sich unser Göd nicht spotten und er schaute zufrieden auf die stattliche Reihe seiner Firmlinge, während andere deren bloß einen oder zwei bei sich hatten. Seine Firmlinge waren ihm ja wie eine öffentliche Auszeichnung; es tut immer wohl, wenn die Leute sehen, daß man der Erwählte von vielen ist. Der Heimweg war genau so weit als der Ausweg, aber äußerst lustig, und so oft wir an einem Wirtshause vorbeikamen, fand es der Schmiedhofer für nötig, die heilige Taube trinken zu lassen.
So kamen wir in der Tat einigermaßen begeistert zu Hause an. Bevor uns der Firmgöd entließ, erhielt jeder von uns einen Silberzwanziger zum Andenken. »Vielleicht,« sagte der Göd, »kommt auch einmal was anderes nach.«
Es vergingen kaum vier Wochen, so brachte der Jung[315] knecht des Schmiedhofers ein kohlschwarzes Lämmlein in unser Haus, und das Lämmlein gehöre mir, der Firmgöd ließe mich grüßen.
Auch die anderen hatten ein jeder ein Lamm bekommen, und mehreren von ihnen ist selbes zur Stammmutter eines fruchtbaren Geschlechts geworden. Mir hat man von der Wolle des meinen nur ein einziges Paar Socken machen können; im zweiten Jahre habe ich mir beim Köhlerhaus für das Schäflein das Buch der heiligen Pfalzgräfin Genovefa eingetauscht. Dieser Handel soll den Köhler überaus befriedigt haben, und das freute mich, denn ich hielt dafür, daß ich ihn weit übervorteilt hätte. Das Buch hat mich gefreut und nichts zu fressen gebraucht.
Was den Rüsselbuben anbelangt, so sage ich nur einiges. Weil er ein fleißiger Arbeiter geworden, so ist er bei unseren Bauern verblieben. Wie er für die Firmung noch Kleider am Leibe gehabt hatte, die ihm zu groß und weit gewesen, so trug er später deren so enge, wie ein Reitknecht. Sein Bauer ließ ihm eine blaue Schürze machen, die er aber wie einen Strick um seinen Leib wand. Er hatte ein so freches, widerliches Ansehen, daß man ihm am liebsten auswich. Und doch fand er seine Genossen; solchen, die eine schamlose Seele haben und keinen rechten Ausdruck für sie finden, war er der rechte. Alles Züchtige, Schöne, Erhabene wußte er nachgerade zündend lächerlich zu machen, zu verhöhnen, zu beschmutzen, er hatte hierin eine ganz eigentümliche Fertigkeit. Er kauerte in der Kirche stets im dunkelsten Winkel, wo er seinen Hut oder die Zipfelmütze gern auf das Haupt eines Heiligen stülpte, die Formeln des Geistlichen gerne nach seiner Weise zurichtete und sich Stellungen gab, die[316] mit keinem Kultus der Welt in Einklang zu bringen gewesen wären. Er war bei Hochzeiten als Pöllerabbrenner tätig, bei Begräbnissen der Totengräber. Gebrauchen ließ er sich zu allem, nahm auch keine Belohnung dafür, außer Wein oder Most im Wirtshause. Drastische Namen erfand er für Dinge, die keinen brauchen. Zudem hatte er den Drang, derlei zu verewigen, und da er nicht schreiben konnte, so hielt er sich aus Zeichnen und Grabeln. Viele Torsäulen, Kreuzpfähle und Türpfosten haben müssen verhobelt und verstümmelt werden, um die Illustrationen des Augustin Rüssel zu vertilgen. Selbst wenn er ernst war, konnte er endlich gar nicht mehr wie ein gewöhnlicher Mensch sprechen, alles, was er sagte, kam roh, wild und schamlos aus ihm hervor. Daß er ein Dirndl gehabt hätte wie andere Bursche, ich wüßte es nicht und ich glaube es nicht. Die Weiber wichen ihm von weitem aus. Dieser Mensch verdarb im Alter von dreißig Jahren in einer Strohscheune.
Nur das Würzelein, das nun aber eine tüchtige Wurzel geworden war und braver Oberknecht bei unserem Großbauer, erinnerte sich daran, daß er ja mit dem Rüsselbuben kameradschaftlich dazumal zur Firmung gegangen sei und daß man ihn in der Not doch nicht ganz verlassen dürfe. Er suchte den Augustin auf; der lag auf schlechtem Stroh und seine weit offenen, starren Augen hatten kein Leben mehr. Der Oberknecht drückte sie zu und betete für seinen Frieden.
So hat sich von uns sechsen – die wir einstmals mit Chrisam gesalbt worden sind – nur beim Würzelein der heilige Geist augenscheinlich gezeigt.

Wahrheit und Ehrlichkeit

Gott liebt Wahrheit und Ehrlichkeit und erwartet das Gleiche von uns. Die Bibel sagt in Psalm 51, 8: „Siehe, dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt, und im geheimen tust du mir Weisheit kund.“
Unehrlichkeit ist schädlich und verwundend. Die Bibel sagt in Sprüche 25, 18: „Wer wider seinen Nächsten falsch Zeugnis redet, der ist wie ein Streithammer, Schwert und scharfer Pfeil.“
Unehrlichkeit und Betrug in geschäftlichen Angelegenheiten ist dem Herrn ein Greuel. Die Bibel sagt in Sprüche 20, 23: „Zweierlei Gewicht ist dem Herrn ein Greuel, und eine falsche Waage ist nicht gut.“
Man sei ehrlich und offen. Die Bibel sagt in 1. Thessalonicher 2, 3: „Denn unsre Ermahnung kam nicht aus betrügerischem oder unlauterem Sinn, noch geschah sie mit List.“ 2. Korinther 8, 21 sagt: „Denn wir sehen darauf, daß es redlich zugehe nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen.“
Ehrlichkeit wird in zwei der Zehn Gebote zum Ausdruck gebracht. Die Bibel sagt in 2. Mose 20, 15-16: „Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“
Menschen in führenden Stellungen schätzen ehrliche Mitarbeiter. Die Bibel sagt in Sprüche 16, 13: „Rechte Worte gefallen den Königen; und wer aufrichtig redet, wird geliebt.“
Zurechtweisung ist besser als Schmeichelei. Die Bibel sagt in Sprüche 28, 23: „Wer einen Menschen zurechtweist, wird zuletzt Dank haben, mehr als der da freundlich tut.“
inder von gerechten und ehrlichen Eltern werden gesegnet. Die Bibel sagt in Sprüche 20, 7: „Ein Gerechter, der unsträflich wandelt, dessen Kindern wird’s wohlgehen.“
Man rede die Wahrheit. Die Bibel sagt in Sprüche 12, 13-14: „Der Böse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der Gerechte entgeht der Not. Viel Gutes bekommt ein Mann durch die Frucht seines Mundes; und dem Menschen wird vergolten nach den Taten seiner Hände.“
Betrügerischer Gewinn ist kurzlebig. Die Bibel sagt in Sprüche 20, 17: „Das gestohlene Brot schmeckt dem Manne gut; aber am Ende hat er den Mund voller Kieselsteine.“
Reichtum auf unehrliche Weise erlangt, bleibt nicht lange. Die Bibel sagt in Sprüche 21, 6: „Wer Schätze sammelt mit Lügen, der wird fehlgehen und ist unter denen, die den Tod suchen.“
Gottes Ratschläge zu folgen ist der beste Weg. Die Bibel sagt in Sprüche 11, 1: „Falsche Waage ist dem Herrn ein Greuel; aber ein volles Gewicht ist sein Wohlgefallen.“ Sprüche 21, 3: „Recht und Gerechtigkeit tun ist dem Herrn lieber als Opfer.“